Aus der Geschichte


Wettstetten - historisch betrachtet gehörte der Ort bis zur Säkularisation 1803, sowie auch der danach hinzukommende Ortsteil Echenzell, über Jahrhunderte zum Hochstift Eichstätt. Genau betrachtet unmittelbar an der Grenze zu dem nach damaligem Hoheitsrecht benachbarten bayerischen „Ausland“. Durch die bekannten Verwaltungsreformen im Bayern des neunzehnten Jahrhunderts, kam Wettstetten schließlich zum Landkreis Ingolstadt und man kann es eine Ironie der Geschichte nennen, dass die Gebietsreform von 1972 Wettstetten wieder in die nun der Kreisverwaltung dienenden Räume der ehemals fürstbischöflichen Residenz von Eichstätt zurück führte.

Betrachtet man die topographische Lage von Süden her (Donau), dann zeigt sich deutlich die erhöhte Lage auf der hier auslaufenden Jura-Alb. Das war einst auch von strategischer Bedeutung für den Festungsbau von Ingolstadt, als 1879 auf einer Anhöhe vor Wettstetten das Fort IIIa errichtet wurde.

Bei der Verkehrsentwicklung war lange Zeit in der Nord-Südachse die Kreisstraße EI 11 dominant. Dies hat sich grundlegend verändert durch die prosperierende Entwicklung des benachbarten Ingolstadt und dem damit einhergehenden, ständig anwachsenden Verkehrsaufkommen. So kam mit dem Autobahnanschluss „Lenting“ parallel über die Staatsstraße 2335 und der Ostumgehung Etting, eine sich verkehrsdynamisch entwickelnde Achse hinzu. Diese soll nunmehr durch eine in Ost- Westrichtung verlaufende Nordumgehung Gaimersheim ergänzt werden.

Der Blick nach Süden wurde früher stets von den Türmen des Liebfrauenmünsters in Ingolstadt eingefangen. Heute sind es die „Türme“ des stetig nach Norden expandierenden AUDI-Werkes, das durch die damit verbundenen Arbeitsmöglichkeiten gleichsam synonym die Entwicklung von Wettstetten mit bestimmte. Es ist die Nähe zu diesem attraktiven Arbeitsmarkt, die gut ausgebaute Infrastruktur der Gemeinde, sowie auch ein noch ansprechendes landschaftliches Umfeld, das Wettstetten bisher zu einer nachgefragten Gemeinde für Wohnen und Gewerbe machte.

Einen umfangreichen Einblick in die Geschichte von Wettstetten mit dem Ortsteil Echenzell ermöglicht das im Jahre 1998 erschienene Geschichtsbuch. Für einen Preis von 17,90 Euro kann es bei der Gemeindeverwaltung erworben werden.